Mit einer stattlichen Schar von 26 Sängern – wenn auch leider nicht ganz komplett – machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Glarus. Dort wurden wir von Ruth Meli herzlich empfangen, die uns während unseres gesamten Aufenthalts bestens betreute.
Unser erster Auftritt fand am Samstagmorgen um 10.00 Uhr in der Fridolinskirche statt. Obwohl die Kirche zu dieser frühen Stunde noch nicht ganz gefüllt war, liessen wir uns die Freude am Singen nicht nehmen. Den Auftakt bildete eine besondere Premiere: «Was immer du wötsch», die schweizerdeutsche Erstaufführung des Status-Quo-Hits Whatever You Want. Das Arrangement für Männerchor stammt von Mario Thürig, die gelungene Übersetzung ins Schweizerdeutsche von unserem Dirigenten Moritz Lieberherr.
Es folgten die Lieder «Hemmige», «Elegia ai caduti», «The Wellerman» und «Mit 66 Jahren». Am Klavier wurden wir einfühlsam von Nicola Leuthold begleitet. Unsere Darbietungen kamen beim Publikum hervorragend an und wurden mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Erst nach zwei Zugaben durften wir die Bühne verlassen – ein schöner Lohn für unseren Einsatz.
Die Zeit bis zu unserem zweiten Auftritt nutzten wir, um uns zu stärken und das bunte Treiben in Glarus zu geniessen. Das Chorfestival war ins Stadtfest eingebunden, wodurch in der gesamten Innenstadt eine fröhliche Feststimmung herrschte. Ein besonderer Höhepunkt war die Vorführung der Glarner Synchron-Ringturner, die als Schweizer Meister ihr beeindruckendes Können zeigten.
Für eine Überraschung sorgte dann unser zweiter Auftritt auf der Freilichtbühne – allerdings noch bevor wir selbst an der Reihe waren. Der Männerchor Uznach stand kurzfristig nur noch mit acht Sängern da und fragte uns spontan an, ob wir sie bei den Liedern «Fürstenfeld» und «Aus der Traube» unterstützen würden. Natürlich sagten wir ohne langes Zögern zu. Der Uznacher Dirigent zeigte sich beeindruckt von unserer Präsenz und der Klangfülle unserer Stimmen. So konnten wir bereits vor unserem eigenen Auftritt zahlreiche Zuhörer vor die Bühne locken.
Anschliessend präsentierten wir unser eigenes Programm mit «Was immer du wötsch», «Hemmige», «Capri-Fischer» und «The Lion Sleeps Tonight». Auch dieser Auftritt wurde vom Publikum mit grossem Applaus aufgenommen.
Nach zwei gelungenen Konzerten hatten wir uns ein kühles Bier mehr als verdient. Am Ende der Festmeile fanden wir unter einem Festzelt einen gemütlichen Platz. Dort blieb es natürlich nicht lange ruhig: Spontan sangen wir weitere Lieder zur Freude der Festbesucher und erfüllten sogar den Musikwunsch einer ehemaligen Flawilerin. Solche ungezwungenen Momente gehören oft zu den schönsten Erinnerungen eines Sängerfestes.
Viel zu schnell war es Zeit, die Heimreise mit dem Zug anzutreten. Ein erlebnisreicher und musikalisch erfolgreicher Tag ging zu Ende.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Dirigenten Moritz Lieberherr, der uns hervorragend auf diese Auftritte vorbereitet hat. Ebenso danken wir Nicola Leuthold für die perfekte Klavierbegleitung in der Fridolinskirche. Mit vielen schönen Erinnerungen und grosser Freude blicken wir auf das Glarner Chorfestival zurück.
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